Der Name Mafia geht möglicherweise auf das arabische Wort “morfiyeh” mit der Bedeutung “Gruppe” oder “Archipel” zurück oder leitet sich aus der Bezeichnung in Swahili “mahali pa afya” für "gesunde Wohnstätte" ab. Die historischen Zeugnisse reichen bis ins 8. Jahrhundert zurück, in dem die Insel eine Schlüsselposition auf den ostafrikanischen Handelsrouten zwischen Kilwa und Sansibar einnahm.
Mafia blieb bis heute vom Massentourismus verschont, da nicht mehr als drei Ferienanlagen mit insgesamt 120 Betten gebaut werden durften.
In den sogenannten "Busch-Resorts" herrscht eine ruhige Atmosphäre, in der man Safari mal ganz anders erleben kann. Die wichtigsten Freizeitangebote sind Sporttauchen, Schnorcheln sowie Strand- und Inlandexkursionen.
Empfohlene Ausflugsziele sind: die Chole-Bucht, die Inseln des Kinasi Passes, das Mange-Riff, Kitutia und der Jibondo Pass.Besonders attraktiv sind die Tauch-Safaris durch die Chole-Bucht im Mafia Island’s Marine Park.
DER MARINE PARK
Der Mafia-Archipel und das Delta des Rufijii-Flusses bilden eines der interessantesten marinen Ökosysteme mit den bedeutendsten Korallenriffen der Welt. Das Gebiet zeichnet sich durch eine große Artenvielfalt aus und ist ein wichtiges Habitat für gefährdete Tierarten.
Es gibt allein mehr als 400 verschiedene Fischarten. Die üppige Inselvegetation wird von großen Palmen, Baobabs, Mangroven und Obstbäumen dominiert. Der Wildtierbestand ist sehr vielfältig. Es gibt Affen, Kleinantilopen, Wildschweine, Buschbabys und eine kleine Nilpferd-Kolonie. Außerdem leben hier zahlreiche Vogelarten.
Die warmen, sicheren Gewässer der Inlandbuchten und Lagunen sind ein Paradies für erfahrene Sporttaucher, aber auch für Anfänger oder die, die einfach nur schnorcheln wollen.
Der Mafia Island Marine Park ist eines der ersten Meeresnaturschutzgebiete Tansanias und erstreckt sich über 821 km2.
Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Parks: www.marineparktz.com/parks_mafia.htm